Frankly I don’t sketch nearly as much as I wished to. So it took another two years to fill one of those moleskines. Probably most of the pages are filled with notes for commissions and the occasional little architectural sketch for one of those projects. But every now and then I do sketch… Have a look!
Prometheus
Frage in einem anderen Zusammenhang: “was hältst Du für die größte Erfindung aller Zeiten?” “Den Zweifel.” “Und die größte Errungenschaft?” “Diesem Zweifel standzuhalten, ohne heulend zu den Göttern zu rennen.”
Google+
Beim Nachdenken über Google+ drängt sich ein Gedanke auf, der bestimmt schon von klügeren Netz-Analytikern formuliert wurde.
Noch vor ein paar Jahren (gefühlt: damals – vor langer Zeit!) schimpften alle auf die “Datenkrake Google”, die angeblich alles über uns wüßte.
Nun aber fürchten die Paranoiker facebook, denn es ist schon erschütternd, was Menschen alles von sich preisgeben und Zuckerbergs Einlassungen, der das Ende der Privatsphäre proklamiert, bestätigen diese Vorbehalte.
Wenn ich aber nun Google+ mit seinen Circles anschaue, dann sehe ich den nassen Traum eines Werbestrategen wahr werden.
In facebook habe ich 150-oder-so Freunde. Das ist offenkundiger Quatsch, denn meine wichtigsten Freunde sind nicht mal auf facebook zu finden. Man wird ebenso in die Irre geführt, wenn man die Fotos anschaut, auf denen ich markiert wurde. Nett, aber eigentlich belanglos. Denn diese mangelnde Unterscheidungsfähigkeit facebooks führt eben dazu: die meisten Beiträge der User sind belanglos.
Google+ dagegen ist tatsächlich so gut gemacht, daß man wichtige Dinge mit bestimmten Menschen teilen kann – und somit auch will.
Google bekommt so die Hierarchie des Freundschaftsnetzwerkes frei Haus geliefert.
So stellt sich von neuem die Frage: Pest oder Cholera? Ich für meinen Teil bevorzuge Cholera, weil man die mit der richtigen Behandlung gut überstehen kann und ich tatsächlich nach wie vor Google weniger evil zutraue als dem Milchgesicht.
Trotzdem…
Aurea australis
Böse Träume
Kniebolo steht neben mir, er will sich umbringen, ich bringe mich mit ihm zusammen um, sonst macht er das nicht, und wir alle wissen, daß wir ihn loswerden müssen.
Die Methode jedoch ist langwierig und unangenehm, mit einem Stahldorn steche ich mir immer wieder durch die Schädeldecke ins Gehirn. Das tut nicht wirklich weh, aber es kostet große Überwindung; es gibt nur eine leise Verwunderung, daß ich es überhaupt durch den Knochen schaffe.
Irgendwann ist A.H. tatsächlich tot, während ich immer noch bei Bewußtsein bin, schließlich war er ein alter, von den Strapazen erschöpfter Mann (sein Altmännergeruch steht im Raum und erregt eine leichte Übelkeit), ich bin dagegen noch jünger und kräftiger. Eine Hoffnung, doch überleben zu können beflügelt mich und ich mache mich auf den Weg ins Krankenhaus. Stolpernde Wanderung durch eine südtiroler Berglandschaft, ich müßte auf einen ansteigenden Pfad zur Notaufnahme abbiegen (das Spital ist bereits in Sicht), traue mir die Anstrengung aber nicht mehr zu. Ich will Wanderern zurufen, den Rettern bescheid zu geben. Erst jetzt merke ich, daß ich keine verständlichen Worte mehr von mir geben kann. So muß sich ein Schlaganfall anfühlen.
Force de frappe!
This is a nice picture, I can’t believe the French officials dared to show this their people. It was only a few days after the nuclear power plant in Chnerobyl blew up on April 26, 1986.
If it wasn’t so terrible I’d be rolling on the floor laughing…
Picture taken from this documentation.

Franzosen sind aus genetischen Gründen unverwundbar - besonders vor Radioaktivität.
Und das Wetter haben sie immer auf ihrer Seite
Ten thousands of people who helped to prevent a catastrophe died the following years, although officially not more than 57 (!) people were killed by the “accident”.
While Fukushima history re-enacts criminal lyers like Wade Allison are writing essays claiming that it’s not worse than a mishapp in a chemical power plant. There is a certain tradition under British scholars to deny historical facts like the holocaust for instance. Or the dead count of Chernobyl for that matter.
Thermik
Wer erinnert sich noch an die Schlüsselszene aus American Beauty, in der der Sohn des Nachbarn das Video der tanzenden Plastiktüte vorführt? Schöner noch und majestätischer sieht man es hier:
Hanlon’s Razor
Heute finde ich in einem meiner Lieblingsblogs einen mir neuen Begriff für eine alte Überzeugung: Hanlon’s Razor:
“Never attribute to malice that which can be adequately explained by stupidity.”
(„Schreibe nichts der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend erklärbar ist.“)
Auf die Behauptung “Die wirklich wichtigen Entscheidungen
werden ganz woanders getroffen” lautete meine Version (wie schon an anderer Stelle erwähnt):
“Die wirklich wichtigen Entscheidungen werden gar nicht getroffen.”
Hanlon’s Razor bringt das allgemeiner auf den Punkt, noch etwas besser finde ich die Formulierung
“Never blame something on a conspiracy that can be explained by incompetence.”
(“Man braucht keine Verschwörungstheorie für Vorgänge, die auch durch Inkompetenz zu erklären sind.”)
Gut, daß das geklärt ist.
“Verlängerung der Restglaubwürdigkeit”
die beste Schlagzeile zu den Vorgängen findet man hier.
Realitätverständnis
Wenn das mal nicht ein wirklich schönes Kompliment ist:
“Ich liebe deinen Schmusekurs mit der Realität.”
